Beuten

In unserer Imkerei nutzen wir die in Norddeutschland weit verbreitete Segeberger Beute. Diese bestehen jeweils aus Boden, mehreren Zargen und Deckel. Hinzu kommt Zubehör wie Mäusegitter, Absperrgitter, Abdeckfolien, uvm.. Auf einige dieser Zubehörteile werden wir noch etwas genauer eingehen. Aufgrund der quadratischen Außenmaße von 50×50 cm kann sowohl im Warm- wie auch Kaltbau gearbeitet werden. Bei uns kommt einheitlich bei allen Völkern der Kaltbau zum Einsatz. Der Unterscheid liegt in der Ausrichtung der Rähmchen zum Flugloch. Im Kaltbau werden diese längs zum Flugloch eingehängt, während sie beim Warmbau quer zum Flugloch ausgerichtet sind.

Jede Zarge (einzelner „Kasten“) bietet Platz für 11 Rähmchen der Größe „Deutsch-Normal-Maß“. Gut vier Zargen, mit insgesamt 44 Rähmchen, können bei einem starken Volk genutzt werden. Die unteren, meist zwei Zargen, werden als Brutraum genutzt, in dem die Königin das ganze Jahr über Eier legen kann. Der aufgesetzte Honigraum, der ebenfalls aus ein bis zwei Zargen bestehen kann, wird mit einem Absperrgitter vom unteren Teil getrennt. Durch dieses Gitter können lediglich die Arbeiterbienen in den oberen Bereich gelangen, jedoch nicht die vom Körperbau her deutlich größere Königin. Der Sinn dieses Gitters liegt darin, den Honigraum frei von Brut zu halten, was es ermöglicht den Honig leicht aus dem Volk zu entnehmen und bei der Ernte keine Brut zu verletzten oder zu töten. Bei der Honigernte haben die Beuten einen großen Vorteil gegenüber Holzbeuten. Da sie aus Hartschaum gefertigt werden, sind sie um ein vielfaches leichter und – unserer Meinung nach – handlicher sowie ergonomischer.

Im Spätherbst werden die Bienen – abhängig von der Stärke des jeweiligen Volkes – nur noch auf ein bis zwei Zargen gehalten, um den niedrigen Temperaturen entgegenzuwirken und das Überleben der Sechsbeiner zu sichern. Hierbei bieten die Segeberger Beuten einen weiteren Vorteil gegenüber Holzbeuten. Die Dämmwirkung des Styropors ist deutlich besser als bei Holzbeuten, sie halten die Bienen auch bei niedrigen Temperaturen warm um ein erfrieren zu verhindern. So kann man sich, bei richtiger Einwinterung der Tiere, auf ein starkes Bienenvolk für den kommenden Sommer freuen.

Desweiteren helfen wir den Bienen wie auch uns, durch das einlegen einer Abdeckfolie. Diese durchsichtige Folie hält nicht nur im Winter die Wärme im Volk, sondern hält im Sommer auch die Bienen zurück, wenn diese beim Öffnen der Beute, durch das plötzlich hereinleuchtende Licht in Verbindung mit den Erschütterungen, leicht beunruhigt werden. Wenn die Folie entnommen wird, können vorher mit dem Smoker einige leichte Rauchstöße zur Beruhigung  in das Volk gepustet werden.